Mentaltraining im Beruf

Mentaltraining hilft nicht nur im Spitzensport mentale Stärke zu entwickeln, sondern auch im Beruf. Das ist nicht weiter erstaunlich, da es in beiden Bereichen um Höchstleistungen geht. Dabei kann ein enormer Druck entstehen, wenn es beispielsweise darum geht, ein Projekt gut zu präsentieren, vor Mitarbeitenden souverän aufzutreten, ein enormes Arbeitspensum zu bewältigen, in Konfliktsituationen die eigenen Emotionen zu kontrollieren oder Familie, Freizeit und Beruf unter einen Hut zu bringen.

Möglicherweise kennen Sie die Auswirkungen: Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Verspannungen, ständig "unter Strom", Nervosität, erhöhte Reizbarkeit, Erschöpfungszustände. Auf der Basis unseres Mentaltrainingskonzepts im Spitzensport entwickelten wir deshalb 2008 ein Mentaltraining, das speziell die mentale Stärke im Beruf zum Ziel hat. Dieses Mentaltrainingskonzept MENTAL DRIVE BUSINESS lässt sich leicht lernen und mit einem kleinen zeitlichen Aufwand in den Arbeitsalltag einfügen: Ein 5-minütiges Training pro Tag ist absolut ausreichend. 

Alle unsere Beratungs- und Seminar-Angebote können auch online durchgeführt werden.

Niederlagen beginnen im Kopf. Berufliche Erfolge auch! 

Andreas Schmid, Vorsitzender der Bankleitung Raiffeisen Diepoldsau-Schmitter, spricht im Video über die Zusammenarbeit mit Thomas Reutimann, der das Team der Raiffeisen Filiale Diepoldsau-Schmitter mental trainierte und coachte.

Im Video erfahren Sie, wie das Team von MENTAL DRIVE mit Ihnen Ihre herausfordernde Situation analysiert und gemeinsam mit Ihnen eine mental trainierbare Lösung erarbeitet.

Fallbeispiele

Manager: Erwartungsdruck bei Akquisen
Thomas G. (46) arbeitet in einer KMU im Management. Er galt immer als intelligent, stark, professionell und erfolgreich. Prüfungen und Arbeiten fielen ihm leicht und seine Beurteilungen waren ausgezeichnet. Alle Anzeichen deuteten auf eine erfolgreiche Karriere hin. Bis zu dem Zeitpunkt, als er in einer sehr wichtigen Verhandlung die Beherrschung verlor, sich zu zynischen Bemerkungen hinreissen liess und es zu einem unschönen Streit mit persönlichen Beleidigungen kam.
Die Geschäftsleitung, entsetzt über sein unkontrolliertes Verhalten, sah sich gezwungen, Thomas freizustellen, wollte man den Kunden nicht verlieren.
Als Thomas Monate später eine Anstellung in einer anderen KMU erhielt und eine Auftragsverhandlung führen sollte, sah er sich ausserstande, dies zu tun. Denn noch Monate nach seinem Ausbruch verursachten Gedanken an Verhandlungen Herzklopfen und Schweissausbrüche. Auch ein durch das HR vorgeschlagenes Kommunikationstraining änderte nichts an seinen unguten Gefühlen diesen Situationen gegenüber, da es um die sog. Selbstwirksamkeitsüberzeugung und die damit verbundene mentale Stärke ging.
Deshalb wurde entschieden, Thomas eine Mentaltrainingsberatung zu ermöglichen. In diesen Sitzungen analysierten wir seine Einstellung und sein Verhalten in stressigen Situationen. Wir erkannten eine grosse Angst vor abermaligem Verlust der Selbstkontrolle unter Druck.
Deshalb trainierten wir seine mentale Stärke genau so, wie wir auch Spitzensportler auf Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften vorbereiten. Er lernte, seine Gedanken leistungsfördernd einzusetzen und seine Emotionen auch unter erschwerten Bedingungen zu kontrollieren. Er gewann zusehends an Sicherheit und konnte schon wenige Wochen nach der ersten Mentaltrainingsberatung seinen „Wiedereinstieg“ souverän bestehen.

Prüfungsangst - Fachdiplom Finanzbereich
Susanne B. ist 42 Jahre alt, verheiratet, Mutter zweier Kinder und befand sich in Ausbildung im Finanzbereich. Sie ist ambitionierte Kundenbetreuerin mit eigenem Portfolio und wollte zusätzlich die Prüfung zur Fachfrau im Finanzbereich «Vorsorge und Versicherung» bestehen.
Da Susanne schon lange keiner Prüfungssituation mehr ausgesetzt war, suchte Sie Unterstützung im Umgang mit Ihrer Prüfungsangst.
Während des ersten Termins zeigte sich die Vielschichtigkeit von Susannes Ängsten: Versagensangst, Angst vor einem Blackout oder sich zu blamieren, die Chefin und die Familie zu enttäuschen sowie zu alt für eine solche Ausbildung zu sein.
Zuerst erarbeiteten wir eine solide Struktur für ihre Lern- und Vorbereitungsphasen. Dies führte zu einem guten Überblick über den Stoff und bewirkte eine gewisse Ruhe und Sicherheit. Parallel dazu analysierten wir Susannes Lerntyp, damit sie künftig effizienter und nachhaltiger lernen konnte.
Auf dieser Basis liess sich auch das erarbeitete Mentaltraining problemlos in die tägliche Routine integrieren. Da alle relevanten Bereiche berücksichtigt wurden, gelang es Susanne, sich optimal auf die Prüfung vorzubereiten und einzustellen. Sie bestand die Prüfung souverän und meinte abschliessend: «Durch das mir neu angeeignete Wissen habe ich generell mehr Selbstvertrauen und noch mehr Freude an meinem Job erhalten.»

Autofahrprüfung: Versagensangst durch Misserfolg
Selina B. (22) suchte Unterstützung, nachdem sie das zweite Mal durch die praktische Auto-Fahrprüfung gefallen war. Nicht, weil sie schlecht vorbereitet oder noch zu ungeübt war, sondern weil sie vor gravierender Prüfungsangst kaum mehr klar denken konnte. 
Während unseres ersten Beratungsgesprächs beschrieb sie ihre Angst und die damit verbundenen Symptome wie Herzrasen, Schweissausbrüche, Übelkeit und Durchfall, Gedankenkarussell, Albträume. Bereits schon zwei Wochen vor der Prüfung wurde sie von diesen Stresssymptomen heimgesucht.
Im Verlauf des Gespräches stellte sich heraus, dass sie schon in der Schule Angst vor Vorträgen hatte, von den Eltern den Erwartungsdruck spürte und vereinzelt Witze von Arbeitskollegen über sich ergehen lassen musste.
Gemäss der Einschätzung ihrer Fahrlehrerin war sie absolut bereit, die Fahrprüfung zu bestehen. Sie stand sich also vor allem selbst im Weg, weil sie die Prüfungsangst nicht kontrollieren und dadurch ihr vorhandenes Können nicht abrufen konnte.
Wir erarbeiteten gemeinsam ein Mentaltrainingsprogramm, in dem es primär um folgende Punkte ging:
- sich bewusst werden, für wen sie diese Prüfung macht -> einzig für sich selbst
- den Fokus auf sich selbst lenken zu können -> völlig egal, was andere Personen über sie denken
- sich der eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden -> sie ist gut vorbereitet und hat alle Situationen zur Genüge geübt
- Fazit -> sie kann ruhig und aufmerksam an die Prüfung gehen. 
Zusätzlich trainierten wir eine Atemtechnik, mit der sie ihre Angst auch während der Fahrprüfung kontrollieren und somit ruhig bleiben konnte. Dank der Visualisierung der Fahrprüfung und von diversen anspruchsvollen Verkehrssituationen, konnte sie sich zusätzlich auf den Prüfungstag vorbereiten und Sicherheit gewinnen.
Das Resultat war bestechend: Sie verspürte am Morgen noch ein leichtes Kribbeln im Bauch, das im Laufe des Tages einer freudigen Erwartung wich. Als sie schliesslich im Auto sass, war sie kontrolliert und aufmerksam, atmete ruhig und konnte klar denken. Auch in schwierigen Situationen konnte sie ihre Angst immer kontrollieren und ihre Leistung abrufen. Insgesamt verhielt sie sich so, wie in den vielen Fahrstunden mit ihrer Fahrlehrerin zuvor und bestand die Prüfung beim dritten Anlauf souverän.
Wir benötigten für diese Einzelberatung zwei Termine im Abstand von zwei Wochen und insgesamt 4.8 Stunden.

Lampenfieber: Nervosität vor Konzert
Kevin Z. (27) ist Profi-Musiker und suchte Unterstützung im Umgang mit Druck. Während seines Musikstudiums am Konservatorium begann er vor Konzerten Lampenfieber zu entwickeln. Trotz Bestnoten und hervorragenden Kritiken nahm seine Nervosität vor Konzerten immer mehr zu und er berichtete von folgenden Symptomen: seine Hände zitterten, er schwitzte stark, die Gedanken schweiften während des Konzerts ab, mit der Zeit wurde ihm schon Tage vor einem Anlass übel und er konnte nicht mehr richtig schlafen.  Es gelang ihm zwar, sich während des Konzerts soweit zu kontrollieren, dass die Leistung nach wie vor beeindruckend war, aber das Gefühl, „tausend Tode zu sterben“, belastete ihn über Gebühr – physisch und mental.
Die umfangreiche und sorgfältige Situationsanalyse ergab, dass er sich besonders vor Fehlern und gedanklichen Aussetzern fürchtete. Der Druck, den er mit diesen Ängsten bei sich erzeugte, führte zu einer massiven Ausschüttung an Stresshormonen und folglich zu den beschriebenen Symptomen.
Den ersten Schritt zur Kontrolle seiner negativen Gedanken legten wir primär durch eine angepasste Einstellung gegenüber musikalischer Fehler. Nachdem ihm bewusst wurde, dass das Publikum seine Konzerte wegen seiner Interpretationsgabe anspruchsvoller musikalischer Werke besuchte und nicht, um ihn nach Fehlern zu verurteilen, konnte er sein Denken erstmals in eine andere Richtung lenken.
Sein Mentaltrainingsprogramm hielt folglich fest, 
- dass er sich auf ein Konzert freut, weil er genau das machen darf, wovon er schon als kleines Kind geträumt hatte
- dass er Fehler akzeptiert, weil niemand zu 100% perfekt ist und weil es nicht um die Fehler, sondern um das Musizieren geht
- dass er sich, wenn er im Vorfeld des Konzerts ruhig und ausgeglichen ist, konstant konzentrieren und den Fokus behalten kann
- dass er sich ganz in die Musik vertieft und für eine Person im Saal spielt, die er sich vorher bewusst auswählt
- dass er bewusst wahrnimmt, wie er auf dem Stuhl sitzt, das Orchester sieht und sich auf den Dirigenten konzentriert
Nachdem er sein Mentaltrainingsprogramm während drei Wochen zweimal am Tag für ca. 5 Minuten trainiert hatte, konnte er es das erste Mal auf ein Konzert bezogen anwenden. Die erste Verbesserung ermutigte ihn, weiterhin mental zu trainieren und ermöglichte ein beeindruckendes Resultat: Nach drei Monaten konnte er sich kaum mehr vorstellen, dass er in solchen Situationen jemals Probleme gehabt hatte.

Schwierige Gespräche führen
Wenn Sie schon einmal herausfordernde Gesprächssituationen meistern mussten, dann haben Sie möglicherweise schon die folgende Erfahrung gemacht: Geplagt von Zweifeln und Ängsten gingen Sie im Vorfeld unzählige Male das, was Sie sagen möchten und die Art und Weise, wie Sie es sagen möchten, im Kopf durch. Mit diesen oft wiederholten Gedankengängen sorgten Sie wahrscheinlich dafür, dass Sie sich reichlich Druck aufluden, der zu stressbedingten Körperreaktionen wie Nervosität, Anspannung und vielleicht sogar zu schlaflosen Nächten führte.
Dank individuellen Mentaltrainings können Sie Ihre Einstellung und Ihr Verhalten auf solche und ähnliche Situationen sowie auch den Umgang mit Kritik oder verbalen Attacken programmieren. In der Auseinandersetzung mit sich selbst erkennen Sie Ihre Schwachpunkte und können sich dadurch besser darauf vorbereiten, respektive Ihre Reaktionen im Gespräch besser kontrollieren.
Mittels mentaler Techniken aus dem Spitzensport lernen Sie, diese gewünschten Automatismen situationsgerecht zu trainieren, um Sie im entscheidenden Moment abrufen zu können. Sie können sich dann darauf verlassen, dass Sie im Gespräch automatisch adäquat reagieren werden und Ihre Emotionen stets im Griff behalten. Mit einer solchen Vorbereitung befreien Sie sich vom Leistungsdruck, können dem Gespräch ruhiger und Ihrem Gegenüber souverän begegnen.


Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, damit wir gemeinsam mit Ihnen Ihre auf Sie zugeschnittene individuelle Lösung erarbeiten.

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